NLP - Heilmittel oder Scharlatanerie Artikel in der Zeitschrift Gewinn
In der Ausgabe 4-2008 der Zeitschrift Gewinn erschien der Artikel NLP - Heilmittel oder Scharlatanerie. Hier kannst du ihn gleich downloaden.
Ich habe meine Sicht der Dinge an den Herausgeber Dr. Waldstein geschickt. Telefonisch hat er mir zugesichert, dass Sie sich die Sache ansehen werden und eine entsprechende Korrektur vornehmen werden. Selbstverständlich ist mir klar, dass Sie höchstwahrscheinlich nicht alles meines, doch ausführlichen Briefes drucken können. Ihr könnt hier die "Langversion" lesen :).
Sehr geehrte Frau Leicht, sehr geehrter Herr Waldstein, sehr geehrter Herr Brenner,
herzlichen Dank für Ihren Artikel „NLP Heilmittel oder Scharlatanerie“. Ja, NLP ist es wert, sich näher damit auseinander zu setzen! Sie verwenden in Ihrer Überschrift das exklusive „oder“ . Das impliziert: es gibt nur x oder y! Es gibt noch weitere Facetten von NLP. Da ich die Geschäftsführerin eines der Institute bin, die Sie namentlich in Ihrem Artikel erwähnen und von dem Sie zum Schluss kommen: „… das bringt alles nichts …“, erlaube ich mir, Ihren Artikel mit der NLP Brille zu analysieren.
Vorab jedoch eine Einladung: Sie haben mich niemals kontaktiert. Ich kenne Sie nicht und Sie mich nicht. Ihnen genügten für Ihre Recherchen ein Satz auf meiner Homepage und offenbar die Meinung eines „Eingeweihten“. Ich lade Sie hiermit ein, das eintägige Seminar NLP + Cmore PUR zu besuchen – kostenlos - damit Sie auch wirklich eine Basis für eigene Ur-Teile haben. Ich biete Ihnen auch sehr gerne an, dass ich Ihnen in Zukunft bei Fragen rundum NLP zur Verfügung stehe. Für eine gute Recherche ist es sicherlich immer von Vorteil, unterschiedliche Perspektiven einzuholen, denn „eine neue Sicht der Dinge - bringt neue Dinge in Sicht“.
Es kann sein, dass die Urteile zu denen Sie kommen, nicht Ihre eigenen sind, sondern die „des Eingeweihten“ den Sie in Ihrem Artikel erwähnen. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie mein Institut so schlecht dastehen lassen wollen, bin ich doch eine Trainerin, die schon seit 7 Jahren mit der Sparkasse zusammenarbeitet und seit 2 Jahren mit der BA-CA, die Sie auch in Ihrem Artikel zitieren. Diese Firmen kommen offenbar zu anderen Schlüssen als Sie und ich finde es sehr schade, dass Sie in diesem Artikel lesen müssen „das bringt alles nichts“. In diesen firmeninternen Workshops bin ich bekannt für meine eigenen Entwicklungen wie den id´ LOOP (er zeigt die Dynamik der Entwicklung von Ideen). Wenn Sie nach dem Besuch von NLP + Cmore PUR sagen: "… das bringt alles nichts …" ist es ok - nach dem Motto: let´s agree to differ.
Nun weiter mit der Analyse: Es gibt 3 universelle Prozesse, wie wir unsere Welt und damit auch unsere Sprache formen (Meta – Modell laut NLP): Wir generalisieren (verallgemeinern), wir tilgen (lassen weg) unglaublich viel und wir verzerren die Welt (wir machen mentale Ist-Gleich-Zeichen oder meinen, das eine führt automatisch zum anderen).
Sie zitieren: „Exklusiv bei id´ erleben Sie NLP auf dem international neuesten Stand inklusive DHE und NHR und erleben den id´ LOOP, damit Sie ihre id´n erfolgreich und erfüllt in die Tat umsetzen!“ Sie tilgen die Überschrift zu diesem Satz: „Was ist NLP, was ist DHE, was ist NHR und was ist der id´ LOOP“. Mit dieser Überschrift wirkt der von Ihnen zitierte Satz natürlich schon ganz anders. Oh ja, ich weiß, dass diese Fremdwörter verwirrend sind. Eben weil kaum jemand in Österreich die Neuerungen von Richard Bandler (einer der Begründer des NLP) kennt. Selbstverständlich folgen deshalb auch prompt alle Antworten auf die Fragen der Überschrift auf der Homepage. Doch auch diese Informationen fehlen in Ihrem Artikel!
Sie schreiben so zutreffend: „Nur der moralische Standard des Anwenders entscheidet, ob die Techniken zum Schaffen von Win-win-Ergebnissen oder zum Manipulieren des Gegenübers genutzt wird.“ Nun stellen sich einige Fragen: Ist das, was Sie da anwenden, NLP? Was waren Ihre Filter der Wahrnehmung, die Sie veranlassten, diesen Artikel so zu schreiben? Bei wem haben Sie Ihre NLP-Ausbildung gemacht? Welche oder wessen Interessen vertreten Sie? Sie fokussieren auf einen merk-würdigen Satz, tilgen alles vor- und nachher und verzerren damit die Realität. Sie be – ur - teilen aufgrund dieses Satzes mein Institut und folgern: „… das bringt alles nichts …“, ohne mich jemals kontaktiert zu haben. Ist es Zufall, dass Sie nur Institute, die Ihren subjektiven Meinungen nach „nichts bringen“, namentlich erwähnen? Wo zeigt sich Ihr Win-win-Gedanke in diesem Artikel?
Ich bin bekannt dafür, dass ich sehr deutlich Stellung gegen Menschen beziehe, die NLP negativ manipulativ anwenden. Artikel dazu finden Sie in meinem Downloadcenter: z.B. “NLP und Manipulation“ usw. - doch diese Informationen haben Sie nicht gesucht.
Ich unterscheide klar, was NLP ist und was nicht, denn zu viele vermischen NLP mit anderen Zutaten und bezeichnen das nicht klar: nur aus diesem Grunde erhalten meine Teilnehmer die von Ihnen erwähnten zwei „Scheine“. Auch diesbezüglich habe ich meine Ansicht in einem Artikel, der ebenfalls in der Zeitschrift TRAINING erschien, kundgetan: „Auf der Suche nach dem neuen „Schein“ (ein offener Brief an Peter Schütz) (ebenfalls im Downloadcenter zu finden). Doch diese Information haben Sie nicht gesucht!
Sie unterstellen mir in Ihrem Artikel den Sonderangebotsgedanken: Mit etwas Recherche hätten Sie gemerkt, dass NLP + Cmore Pur für EINEN und nicht für 2 Tage wie Sie schreiben € 160.- kostet. Sie schreiben den Preis für das Trainers Training ohne Angabe. Auch das stimmt nicht, denn auf meiner Homepage liegen alle ausführlichen Infobroschüren zum Download bereit. Der Preis für mein Trainers Training ist € 3.500.- und es kann nicht einfach jeder teilnehmen. Ich behalte mir das Recht vor, die potentiellen Teilnehmer vorher kennen zu lernen.
Was bringt Ihr Artikel Ihren Lesern? Was sind nun die konkreten Hinweise, woran man gute Ausbildungsinstitute erkennt? Sie schreiben: Checken Sie unbedingt Ausbildung und Berufsberechtigung der Trainer. Mit dieser Information kann der Leser gleich Null anfangen. Mit dem Metamodell muss man hier nachfragen: Was sind Kriterien für eine gute Ausbildung des Trainers? Was meinen Sie mit Berufsberechtigung des Trainers? Gibt es eine Berufsberechtigung für Trainer? Wo finde ich diese Informationen?
Sie schreiben auch, die Nettostundenanzahl für jeden Level sei vorgeschrieben. Von wem? Wie viele? Wo finde ich diese Informationen?
Interessierte und auch Sie finden Antworten auf diese Fragen auf meiner Homepage. http://www.id.co.at/blog/2007/03/18/nlp-dachverbaende/
Sie schreiben: „…schon aus der Dauer des Kurses kann man einiges über die Qualität ablesen …“ Ja das stimmt, den objektiven Kriterien entsprechend. Doch um es überspitzt zu schreiben: ein schlechter Trainer bringt auch bei doppelt so vielen Tagen keine guten Resultate.
Eine weitere Frage ist, wie kommen die Tage zustande? Muss jemand z.B. schon im Practitioner eine Woche lang wieder im ersten Modul assistieren? Das halte ich beispielsweise nicht für sinn-voll. Bei mir muss jemand, der NLP aktiv zertifizieren will, den gesamten Practitioner und Master nach absolviertem Trainerstraining wiederholen, weil er aus dieser erweiterten Perspektive viel mehr von den Assistenzen profitiert. So gesehen komme ich beim Practitioner auf 36 Tage ;)
Sie beschreiben 3 Gruppen von Trainern, die man vorfinden kann:
- Gurutrainer,
- dogmatisch Werteorientierte
- und die esoterische Fraktion.
Für die zuletzt genannten stellen Sie die Gleichung auf: Pastellfarben = esoterische Fraktion J (eine komplexe Äquivalenz laut NLP). Die Leser mögen sich selbst ein Bild machen, ob das eine Gleichung für Qualität sein kann.
Nun, ich passe in keine der von Ihnen genannten Trainergruppen. Ich bin keine Akademikerin nur Dipl. Päd. Ich zögere nicht Teilnehmern die Teilnahme am Seminar zu verweigern, in seltenen Fällen, Sie auch rauszuwerfen. (nicht wegen politischer Unkorrektheit, was immer Sie darunter verstehen J sondern wenn ich bemerke, dass jemand NLP gezielt negativ manipulativ einsetzen will.) Meine Seminare dauern 18 Tage (oder auch 36 je nach Betrachtungsweise), die auf 4 bis 5 Blöcke aufgeteilt sind. Die Teilnehmer sind intensivst begleitet mittels Forum, Email, Telefon. Der NLP & Cmore Practitioner erstreckt sich über 8 Monate. Die Gruppengröße ist bis zu 25 Teilnehmern. Dabei sind 3 bis 5 Assistenztrainer (wirklich Trainer) dabei. Die Zielgruppe ist 50 – 70 % Männer und die Farbe meiner Homepage ist Apfelgrün, blau, orange und gelb - und sie ist offenbar auch für Sie merk – würdig J!
Ich bin zuversichtlich, dass viele selbst denkende Menschen, sich ein persönliches Bild auf http://www.id.co.at und auf www.id.co.at/nlp-cmore-absolventen (die Seite für id´ Absolventen) machen. Menschen, die NLP weder als Heilmittel noch als Scharlatanerie sehen, sondern als weitere Möglichkeiten für wertschätzende Kommunikation, mit sich selbst, mit anderen und in Teams.
Herzlich Yvonne van Dyck
Geschäftsführerin der id´ institute consulting gmbh
www.id.co.at www.cmoregroup.cc
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